++++ Update: Staatsanwaltschaft glaubt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheindlichkeit, dass Peggys Leiche tatsächlich gefunden wurde ++++

Das vielleicht Quälendste für die Familie und jeden, der sich zum Fall Peggy seine Gedanken macht, ist vielleicht dies: Man weiß einfach nicht, wie das Schicksal dieses Mädchens wirklich aussieht. Sie verschwand am 7. Mai 2001 spurlos. Einfach weg. Als hätte der Erdboden sie verschluckt. Mit Haut, Haar, Kleidung und Schulranzen. Dabei blieb es. Mangels Spur haben Polizei und Staatsanwaltschaft es nie geschafft, einen Täter dingfest zu machen. Es ist ja sogar offen, ob es überhaupt eine Tat gab und wenn, welche. Und jetzt könnte es vielleicht bald vorbei sein mit dieser Ungewissheit, wenigstens das.

Die Knochenteile, die ein Pilzsammler ein paar Kilometer von Lichtenberg entfernt in einem Waldstück schon drüben in Thüringen gefunden hat sollen von der Größe zu einem Kind passen, heißt es bei der Staatsanwaltschaft Gera. Und Fragmente von Kleidung sollen wohl auch gefunden worden sein. Die Polizei fährt wieder einen Großeinsatz und sucht das Waldstück ab. Noch ist es ein “Todesermittlungsverfahren”. Die Leichenteile wurden nach Jena gebracht, zur dortigen Rechtsmedizin. Ausgerechnet nach Jena, zu dem Institut, das mit seinen Gutachten manchmal krass danebenlag und das auch die beiden mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt obduzierte (auch mit Panne, aber am Ende wohl stimmig). Morgen, Dienstag, erfahren wir von dort vielleicht mehr zum Fall Peggy.

Das wäre gut. Es wäre das Ende für die vielen, teils giftigen und bösen Theorien und Anschuldigungen in diesem Fall. Und es wäre endlich Gewissheit, wenn auch nicht die, die man sich erhofft hätte. Und es wäre vielleicht ein Ansatz, doch noch zu ermitteln, was wirklich mit ihr passierte. Ob es eine Tat gab. Und welche. Und von wem begangen.

3 Kommentare
  1. Joachim Adamek sagte:

    Der Fund der sterblichen Überreste von Peggy hat etwas Untröstliches, beendet aber die schreckliche Ungewissheit. Das wurde in den letzten Tagen wiederholt von verschiedener Seite gesagt, und ich kann mich dem nur anschliessen. Ob durch die Funde, von einer Straftat darf man ausgehen, eine Spur zum Täter führt, die Chancen werden von den Gerichtsmedizinern gegenwärtig unterschiedlich beurteilt. Die erweiterte Spurensuche durch die Polizei Zweifel erkennen, dass die Ermittler nichts dem Zufall überlassen wollen. Für Lichtenberg dürfte noch nicht die Zeit des Aufatmens gekommen sein. Die Polizei geht bei solchen Verbrechen in der Regel von einem engen Täterkreis aus. Ich möchte daran erinnern, dass ein Rentner aus Helmbrechts kurz nach der Entführung eine Mädchenleiche im Wald bei Helmbrechts gesehen haben will. Ein Blick auf die Karte lässt erkennen, dass es ein wenig befahrene Verbindung von Helmbrechts nach Nordhalben gibt. Was den Täter betrifft, so dürfte er Peggy gut gekannt haben oder gar nicht. Alles andere ist wenig wahrscheinlich. — Meine Gedanken sind bei all jenen, die die Hoffnung nicht aufgegeben haben, dass restlos aufgeklärt wird, was 2001 geschehen ist. Dass Peggy schon bald nach ihrem ‘Verschwinden’ zu Tode kam, daran zweifle ich nicht.

    Antworten
    • Iwan Kusin sagte:

      Da gibt’s eine Mutter die ihr Kind vernachlässigt. Einen pedofilen der seinen Bruder besucht und sich in unmittelbarer Nähe von Peggy Knobloch aufhält. Ermittlung die auf ganzer Linie versagen. Sehr traurig was ich da lesen muss.

      Antworten

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.