FDP besteht auf Gauck, Union lehnt ihn ab

Das riecht nach Koalitionsärger erster Güte. Der FDP-Vorstand beschloss einstimmig, die Präsidentenkandidatur von Joachim Gauck zu unterstützen. Aus der CDU ist nur zwei Minuten später zu hören, sie sei strikt gegen Gauck – mit einer selten dämlichen Begründung: Gauck sei den CDU-Mitgliedern nicht zu vermitteln. Die Wahrheit ist: Niemand wäre den CDU-Mitgliedern besser zu vermitteln. In Wahrheit geht es offenbar um Gesichtswahrung um jeden Preis. Angela Merkel weigert sich in Zickenmanier, den einstigen Rivalen ihres jetzt gescheiterten Wunschkandidaten zu akzeptieren. Politisch steht Gauck der Union, vor allem der Mitgliederbasis, viel näher als der SPD. Würde Merkel über ihren Schatten springen, dann würde Gauck die Genossen gut beschäftigen. Aber sie tut es nicht. Wenn die FDP nicht umkippt (was sie leider normalerweise tut), dann könnte die Sache zum Debakel für die Kanzlerin werden. SPD, FDP, Grüne und diverse Wahlmänner und -frauen von Freien Wählern, Piraten, CDU und CSU ergäben eine komfortable Merhheit für Gauck.

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