Hysterisch sind wir also jetzt. Hysterisch, wir Bürgerlichen, weil wir gegen eine gerechtere Gesellschaft seien, sagte die Vorsitzende der Linkspartei, Gesine Lötsch, bei einer Wahlveranstaltung in Hamburg. Um dann ihre Teilnahme an einer Podiumsdiskussion heute Abend in Berlin scheinbar abzusagen, die aber weiterhin von der zu ihrer Partei gehörenden Rosa-Luxemburg-Stiftung mit der Chefin einer Kommunistensekte namens DKP und der verurteilten Verbrecherin Inge Viett veranstaltet wird und in der es um die Frage geht, wie denn der richtige Weg zum Kommunismus aussieht. Absagen heißt: Sie hält jetzt eine Ansprache, um die Sektenchefin und die Ex-Terroristin, die ihre Taten immer noch toll finde,  ideologisch einzustimmen, will dann aber nicht mehr mitdiskutieren. Was soll das jetzt? Hysterische Reaktion der Genossin Gesine auf die bürgerliche Hysterie? Und dann ist mir aufgefallen, wie fadenscheinig und verlogen ihre Distanzierung von der mörderischen Verantwortung des Kommunismus eigentlich ist. Man habe mit dem Stalinismus gebrochen, jammert sie. Da kann man nur fragen: Wie sieht es aus mit der Distanzierung von Massenmörder Mao? Von Massenmörder Pol Pot? Von Massenmörder Tito? Von Massenmörder Lenin? Ja, Massenmörder Lenin, der Mann, der die Grundlagen schuf, auf denen Stalin, Mao, Pol Pot und Tito loslegen konnten. Der Mann, der die Rolle der Partei als Avantgarde der Arbeiterklasse erfand. Der diese Rolle als naturgegebene Machtlegitimation definierte. Die gedankliche Vorarbeit zur Abschaffung der Demokratie schuf. Den Marxismus erst mit praktischem Leben füllte, so dass das Doppelattribut marxistisch-leninistisch entstand.

Die Wahrheit ist doch die: Frau Lötsch hat die Maske fallen lassen, und das nervt sie jetzt. Wir wissen jetzt, dass die Linkspartei schon immer nur ein taktisches Verhältnis zur Demokratie hatte. Eben dasselbe, das die von der DDR erfundene, finanzierte und gesteuerte Apo entwickelt hatte: Marsch durch die Institutionen, um das System von innen zu knacken. Endlich ist es raus. Dafür: Danke, Genossin Gesine. Und viel Spaß dabei, Deinen Genossinnen, der Sekten-DKP-Chefin, auf deren Namen ich gerade nicht komme, und der Terror-Tante Viett eine schöne Ansprache zu halten.

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