Lieber Kommissar Neumann,

Sie haben sich öffentlich über die Presse aufgeregt und dabei vor allem Bild-Chefredakteur Kai Diekmann ins Visier genommen. Ich habe Ihren Brief genau gelesen und finde ihn schlimm. Tatsächlich geht es Ihnen nämlich gar nicht um Kai Diekmann und die Bild-Zeitung. Tatsächlich haben Sie ein tiefsitzendes Problem mit freien Medien generell. Aus diesem Grund fühle ich mich persönlich von Ihnen angegriffen, denn ich gehöre zu diesen freien Medien. Dass mit Ihnen ein Beamter des Bundeskriminalamtes so denkt macht die Sache besonders schlimm. Einem Dorfsheriff mag man manches durchgehen lassen. Sie aber sind nicht nur beim BKA, sondern überdies auch Funktionär des Bundesverbandes Deutscher Kriminalbeamter. Sie wissen also, was Sie schreiben.

Ich geh’ Ihren Brief mal durch und sehe da vor allem drei Punkte.

1. Sie haben etwas gegen Journalisten, die eigenständig recherchieren. Das wird deutlich, wo Sie sich über die “Investigativen” mokieren. Denen unterstellen Sie, sie hätten selber Polizist werden wollen und würden sich jetzt als Journalisten für die Zurückweisung rächen. Das unterstreichen Sie dann, indem Sie “den Investigativen” das imaginäre Zitat in den Mund legen:

„Denen zeig ich, dass sie mich besser genommen hätten!“

Das ist natürlich Unsinn. Journalisten sind halt Generalisten. Das müssen Sie auch sein. Sie brauchen wenigstens Halbwissen in allen möglichen Disziplinen, sonst könnten sie nicht über unterschiedliche Themen schreiben. Das ist auch gut so, denn Journalisten arbeiten für ihr Publikum. Das besteht überwiegend nicht aus Fachleuten und benutzt und kennt auch keine Fachterminologie. Also fuchsen sich Journalisten so gut wie möglich in das Wissen ihrer Protagonisten und übersetzen das so gut wie möglich für Leser und Zuhörer. Im übrigen ist Ihre Kritik bis hier zwar persönlich, aber harmlos. Gefährlich wird sie jetzt:

Im Ergebnis rennen da draußen Hunderte herum, die, ausgestattet mit beachtlichen Mitteln, viel zu guten Zugängen zu Informationskanälen, die Sie nichts angehen, und einer gefährlichen Multiplikationsmacht, das tun, was sie immer tun wollten: Detektiv spielen.

Das heißt im Klartext: Sie finden, dass es zu viele Journalisten gibt. Sie finden, dass die zu gut ausgestattet sind und zu viel wissen. Vor allem aber: Sie finden und befinden, was Journalisten etwas anzugehen hat und was nicht. Das geht für einen Staatsdiener zu weit. Nichts von alldem haben Sie als Staatsdiener zu finden oder zu befinden. Sie haben zu akzeptieren, dass Journalisten sich ihre Themen selber aussuchen. Sie haben auch zu akzeptieren, dass Journalisten dazu da sind, auch Ihre Arbeit zu kontrollieren (nicht aber umgekehrt!). Das ist sogar unsere ausdrückliche Aufgabe. Ich habe vor einiger Zeit einige Ihrer Kollegen dabei ertappt, wie sie einen geistig beschränkten Mann mit manipulierten Zeugenaussagen zum Mörder machten und darüber mit einer Kollegin ein Buch geschrieben. Am Ende – und meine Arbeit hat da wohl auch zu beigetragen – bekam der Mann eine Wiederaufnahme und wurde freigesprochen. Ich werde mir auch nicht verbieten lassen, aufzuschreiben, wenn einzelne Ihrer BKA-Kollegen im NSU-Prozess eine manchmal peinliche, manchmal freche Vorstellung liefern.

2. Sie schreiben von Professionalität und Wahrheit. Im Fall des Germanwings-Absturz, den Sie als Vehikel nutzen, machen Sie Zweifel an der These von der Täterschaft des Piloten Andreas Lubitz geltend. Sie denken sich: “Okay, es könnte immer noch anders gewesen sein.” Das mag man gern so sehen, und vielleicht finden sich für Ihre Zweifel auch Argumente, aber warum müssen Sie auch hier wieder persönlich werden und sich den sprichwörtlichen Diekmann greifen? Denn Diekmann ist für Sie ja ebenso nur eine Chiffre wie der Germanwings-Absturz. Es geht Ihnen auch hier ums Prinzip und Ihre Pose:

So sehen Profis das, Herr Diekmann. Im Konjunktiv. Im dreifachen! Mindestens! So lange, bis Fakten auf dem Tisch liegen, die keine andere Wahrnehmung, keine andere Möglichkeit mehr möglich machen.

Und dann, an anderer Stelle:

Einen Teil der strafprozessualen, also beweisbaren Wahrheit, kennen vermutlich einige wenige Personen, die zu Recht mit entsprechenden Ermittlungen beauftragt, dafür ausgebildet und zu nichts anderem da sind. Sie kennen die nicht, lieber Herr Diekmann!

Darauf kann man nur antworten: Dann sollten diese Personen Ihre Erkenntnisse schleunigst mit der Öffentlichkeit teilen, denn sie sind im Dienste dieser Öffentlichkeit unterwegs und werden von der Öffentlichkeit dafür bezahlt. Erwähnenswert ist übrigens Ihre Definition von Wahrheit. Die beschränken Sie auf die “strafprozessuale” und “beweisbare” Wahrheit. Die aber kann – siehe oben – auch mal falsch sein. Da braucht es dann “die Investigativen”.

3.sprechen Sie Medien und Journalisten das Recht auf ihre wirtschaftliche Existenz ab, und da überschreiten Sie die Grenze zur Hetze. Sie folgen damit einem populistischen antikapitalistischen Reflex, und ich unterstelle, dass Sie das ganz bewusst tun. Die betreffende Passage Ihres Briefes lautet:

Und Ihnen, lieber Herr Diekmann, geht es ganz sicher nicht um Fakten. Auch nicht um die echten Hintergründe. Und am wenigsten um die Wahrheit. Es geht Ihnen um Auflagen! Um Klicks! Um Aufmerksamkeit.

Ja, natürlich geht es um Auflage und Klicks, denn davon leben wir – übrigens häufig sehr viel schlechter als Sie, Herr Neumann. Sie sind Lebenszeitbeamter mit Pensionsberechtigung. Ich bin Freelancer und komme in guten Monaten auf über 3000, in schlechten unter 2000 Euro pro Monat – brutto, wohlgemerkt, mit Familie im nicht ganz billigen Oberbayern. Außerdem vergessen Sie, dass Klicks und Auflage gleichbedeutend sind mit überprüfbarem Publikumsinteresse. Viele Klicks und viel Auflage bedeuten, dass wir vielen Leuten liefern, was sie möchten. Diesen Wirkzusammenhang können Sie mögen oder auch nicht, aber Sie haben ihn hinzunehmen.

Schlussendlich: Offenbar sitzt der Frust über die Medien bei Ihnen sehr tief. Jetzt haben Sie sich mal Luft verschafft. Dafür bin ich Ihnen am Ende sogar dankbar. Zu spüren ist die Kluft zwischen Medien und Protagonisten schon seit langem. Man muss solche Dinge ab und zu mal offen aussprechen und klipp und klar diskutieren. Am Ende wird vielleicht herauskommen, dass wir unterschiedliche Interessen haben, weil wir unterschiedliche Rollen spielen und dass sich die grundsätzlichen Konflikte, die das mit sich bringt, niemals lösen lassen. Man muss sie einfach hinnehmen und damit leben, und gut ist.

Freundliche Grüße
Christoph Lemmer

PS. Gestern Abend haben wir noch über Twitter diskutiert, jetzt haben Sie mich da geblockt. Ist Ihnen die Debatte, die Sie selber angezettelt haben, etwa zu anstrengend geworden?

56 Kommentare
  1. Sigrid Born sagte:

    Gute Antwort, Herr Kollege. So ähnlich denke ich auch. Was Sie auch gerne noch hätten erwähnen können: Nicht “die Medien” haben gemutmaßt, dass der Pilot das Flugzeug in den Berg geflogen hat. Sondern die französische Staatsanwaltschaft! Die Staatsanwaltschaft hat auch den vollen Namen des Piloten rausgegeben. Noch dazu auf Nachfrage buchstabiert.

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    • Jörn sagte:

      Das hat in etwa so die Logik von “er hat mir eine geladene Waffe gegeben, also musste ich schießen”. Es hat sie doch niemand dazu gezwungen, den Namen zu veröffentlichen, oder? Aber wie Herr Diekmann schon sagte: “Wir halten uns nur an internationale Standards.” – ist klar.^^

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      • bitterlemmer sagte:

        Was ist gegen die Namensnennung zu sagen? Wie der Spiegel richtig argumentiert – der Pilot wird eine Person der Zeitgeschichte. Nach Ihrer Logik müssten wir auch von Bundeskanzlerin Angela M. schreiben und ihr Foto verpixeln.

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        • Nadja Burkhardt sagte:

          Richtig, er geht in die Geschichte ein. Entweder als Amokpilot oder der Mann, dessen ganzes Leben die BILD mit Füßen trat, ungeachtet dessen, dass kein endgültiges Ergebnis vorlag, und der am Ende unschuldig war.

          Frau Merkel ist allein durch ihr Amt bereits eine Person der Zeitgeschichte, daher ist ihr Bild und ihr Name unproblematisch.
          Auch Sie haben offensichtlich kein gutes Händchen darin, Gleichnisse zu finden.
          Dabei müssten Sie doch irgendwie darin ausgebildet sein…

          Die Öffentlichkeit hat ein Recht auf die Wahrheit, das ist ebenso richtig. Aber was die Wahrheit ist, entscheidet eben nicht die BILD.

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        • Jörn sagte:

          Wer entscheidet darüber, ob der Spiegel richtig argumentiert?

          Der Name mag in die Zeitgeschichte eingehen, aber ich würde den Verzicht auf die Namensnennung ganz einfach als Opferschutz sehen, denn Opfer sind hier auch seine Eltern/Familie, die ein Leben lang gebrandmarkt sind und deren Wohnort u.a. dank BILD jetzt jedem, der es wissen will, bekannt ist.

          Ich glaube, es hätte keinem geschadet, wenn man es einfach bei dem Anfangsbuchstaben des Nachnamens belassen hätte, an der Tat hätte es nichts geändert und den Eltern vllt. ein bisschen Privatsphäre erhalten. Aber man musste ja den Hunger der Masse stillen. Ähnliche Ansichtsweisen findet man übrigens bei Drogendealern, die befriedigen auch nur ein Bedürfnis, wenn wir schon bei komischen Gleichnissen sind.

          Ich finde es in gewisser Weise einfach nur abstoßend, wie einige Journalisten einfach alles über Bord werfen, wenn es um Klicks und Auflage geht. Ist Euch nichts mehr heilig? Nur, um die Gier des sensationslüsternen Mob zu befriedigen? Und bitte, erzählt mir doch nix davon, dass man als Freelancer nix verdient und daher über Leichen geht, das ist keine Rechtfertigung für den Mangel an Anstand.

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          • Jörn sagte:

            Ich möchte noch hinzufügen, dass ich nicht alle Journalisten über einen Kamm scheren möchte, auch wenn ich das gerade getan habe. Das nehme ich zurück. Es gibt mit Sicherheit ausreichend Menschen, die eine gewisse Distanz einhalten und es auch irgendwo mal gut sein lassen.

          • bitterlemmer sagte:

            Wieso soll die Famile des Piloten gebrandmarkt sein? Sie werden wohl leiden und eine sehr schwere Zeit durchmachen, aber wodurch wären sie gebrandmarkt? Was für eine kranke Logik ist das denn bitte?

          • bitterlemmer sagte:

            Nennen Sie mal Roß und Reiter. Sonst kann man Ihnen nicht antworten.

          • Jörn sagte:

            .”Was für eine kranke Logik ist das denn bitte?” – Das fragt der Richtige. Man muss sich mittlerweile schon fragen, warum Ihr Berufsstand einen derartigen Beißreflex derzeit an den Tag legt. Da fühlt sich wohl jemand sehr auf den Schlips getreten.

            Ich glaube, mein Kommentar war auch ohne Ross und Reiter konkret genug und eigentlich hätte ich Ihnen durchaus zugetraut, dass Sie auch so darauf antworten können, sofern denn mein Kommentar gemeint war.

            Ich hoffe inständig, dass Sie niemals in die Situation kommen, dass die gesamte Presse-Maschinerie über Sie und Ihre Familie herfällt und wirklich jedes Detail Ihres Privatlebens zerpflückt wird. Ich bezweifel, dass Ihnen da die Relativierungen auch so leicht über die Lippen gehen werden.

        • bernd@internet.de sagte:

          Richtig. Und das ist das, was ihr tollen “Journalisten” nicht checken wollt: Dadurch dass Diekmann und seine hässliche Freundin Reichelt jeden Amokläufer zur “historischen” Person ernennent, zu jemandem, der die Zeitgeschichte Deutschlands prägt und von dem ich ab jetzt wissen muss, was er am Tag der Tat gefrühstückt hat und was seine Hobbies waren – schaffen sie erst die Anreize für alle zukünftigen Amokläufer. Sie werden in die Geschichte eingehen. Dank euch Typen. Ihr macht sie zu Helden.

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        • Deka sagte:

          Was habe ich davon, wenn ich den vollen Namen eines Menschen erfahre, den ich vorher nicht kannte? Unnützes Wissen! In meiner Tageszeitung, der Mitteldeutschen Zeitung, wird der Pilot bis heute Andreas L. genannt. Das genügt mir völlig.

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  2. Frank Reichelt sagte:

    Sie haben den Text von Neumann gelesen und zitieren ihn sogar, trotzdem schreiben Sie Diekmans Namen falsch! Peinlich!

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  3. Altermann sagte:

    1. Bitte präzise “Sie” und “sie” auseinanderhalten.

    Aber der Satz “Viele Klicks und viel Auflage bedeuten, dass wir vielen Leuten liefern, was Sie [oder sie?] möchten.” ist sowieso ein journalistisch dünnschissiges Eigentor. Entweder wollen Sie viele Leute betrunken machen oder Sie wollen hochwertige Weine verkaufen. Beides geht nicht.

    2. Neumann macht den Fehler, an der Stelle nicht aufzuhören. Ja, die BILD will Geld, na ja, verdienen, und sonst nix. Es ist nicht ihre Profession, die Wahrheit herauszufinden. Ein Kriminalist sieht den Fall anders und es ist ziemlich erbärmlich, ihm vorzuhalten, dass ihm für seine Gelassenheit der Rücken finanziell freigehalten wird.Gerade weil ein Freier auf die nächste Miete oder Rate schaut, ist er versucht, für Geld und wegen des Geldes zu arbeiten, obwohl er so gern der Aufklärung dienen würde.

    3. Und so richtig niederträchtig ist es, dem einen Staatsdiener Fehler der anderen vorzuhalten. Die NSU-Ermittlungen waren grotesk falsch. Stimmt, es passierten Fehler, politisch, moralisch, kriminalistisch. Aber die BILD macht keine Fehler.
    “Die Bild­zei­tung ist ein ge­fähr­li­ches po­li­ti­sches In­stru­ment – nicht nur ein stark ver­grö­ßern­des Fern­rohr in den Ab­grund, son­dern ein bös­ar­ti­ges Wesen, das Deutsch­land nicht be­schreibt, son­dern macht. Mit einer Agen­da. (Judith Holofernes).
    Wer nicht ihr Feind ist, ist ein Idiot, sorry, Herr Neumann. Wer sie, noch dazu als Journalist, verteidigt, ist ihr Komplize.
    Kein Sorry.

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  4. Tobi sagte:

    Was ich denke? Ich denke, es ist widerlich so ziemlich argumentieren:

    “Viele Klicks und viel Auflage bedeuten, dass wir vielen Leuten liefern, was Sie möchten. Diesen Wirkzusammenhang können Sie mögen oder auch nicht, aber Sie haben ihn hinzunehmen.”

    Was war zuerst da? Das Ei oder das Huh?

    Es ist mittlerweile fast unmöglich sich mit einer gewissen Sachlichkeit über etwas zu informieren. Die meisten Medien bombardieren einen mit Nicht-Fakten und nennen das Ablegen jeglicher moralischen Werte Pressefreiheit. Hinter dieser haben dann auch Rechtsgüter wie die Menschenwürde zurück zu stehen. Welchen Mehrwert haben weinende Kinder auf einem Schulhof für die Berichterstattung? Welchen Mehrwert hat das Elternhaus des Piloten?

    Als Leser wird man zwangsläufig zur Klickhure. Quantitative Auswertungen der Klickzahlen sagt nichts über die Qualität des Produktes aus.

    Journalisten profilierten sich als letzten Bastion der Wahrheit und übersehen bei ihrer Hetze bzw. Sensationeller die Verantwortung, die ihrem Medium inhärent ist.

    Seriöser und aufrichtiger sind Prostituierte. Sie versuchen nicht so zu tun als suchten sie eine feste Beziehung.

    Disclaimer: Um meinen Gedanken möglichst knapp halten zu können, habe ich bewusst Stereotypen bedient.Es sind nicht alle Journalisten skrupellose Aasgeier, es werden sich schon die richtigen angesprochen fühlen…

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  5. bernd@internet.de sagte:

    Ok, ich werde ab jetzt meinem kleinen Sohn jeden Tag Chicken McNuggets zu essen geben. Schließlich ist es das, was er will!

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  6. Fiedde sagte:

    Lieber Bitterlemmer, ihr Beitrag zeigt eins ganz deutlich, nämlich das sie das Statement von Herrn Neumann nicht einmal im Ansatz verstanden haben. Lesen Sie sich doch den Beitrag noch einmal durch…Vor allem unter Punkt 3, der Hinweis auf das Einkommen, das ist der Tiefpunkt in dem Ganzen… Weia, gehts noch?

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  7. bitterlemmer sagte:

    Ich lasse mal auch die dümmsten der Kommentare stehen, möchte aber hinzufügen, dass Andy Neumann derart dumme Unterstützer wirklich nicht verdient hat.

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    • Susanne Fröhlich sagte:

      werden Sie mal nicht unflätig. Oder sind Ihnen die Kommentare ausgegangen? Das hat Diekmann verdient.

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  8. merzmensch sagte:

    Finde ich weiterhin problematisch. Naumann bezieht sich in seinem Brief – soweit ich es sehen kann – nicht auf die generelle berufliche Gruppe der Journalisten, sondern eher auf die Schreiber für das BILD. Ob sie die Bezeichnung “Journalist” überhaupt verdienen, ist hier fraglich. Klar, sind die BILD-Mitarbeiter professionell. Jedoch nicht in Bereich der Kommunikation der Sachverhalte an die Leserschaft, sondern eher professionell in Sachen “griffige populistisch intentionierte Fakten-Fetzen zusammenstellen und mit einer bierernsten Wahrheitsapostel-Miene an die effekthungrige Leserschaft von BILD zu servieren”.

    BILD ist ja seit eh und je bekannt als Wiege aller möglichen Hexenjagden, Vorurteil-Genesen, Hetzereien. Und das im Kontext der laufenden Ermittlungsverfahren kann – und wird garantiert – verheerend sein.

    Was Sie im Naumanns Brief zitieren, aber worauf Sie leider nicht näher angehen, ist ein äusserst wichtiger Punkt. Konjunktiv. BILD-Schreiber kennen keinen Konjunktiv. Daher können sich die BILD-Meldungen von Ausgabe zur Ausgabe völlig widersprechen (nach dem Motto, “unsere Leser werden es eh nicht merken, die sind zu blöd dazu” – denn BILD verachtet eigentlich seine eigenen Leser, und tut es in einer sehr professionellen Weise). Das ist im Übrigen auch der Unterschied eines BILD-Schreibers gegenbüber seinem Kollegen aus der Nicht-Boulevard-Medien. Und wenn BILD auf Crowd-Sourcing zurückgreift und die Leser-Reporter in Scharen aufzieht, da erzieht es eine Kolonne der Denunzianten und rechthaberischen Skandalsammlern. Und das ist schon der Untergang unserer Zivilisation.

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  9. Klaus H aus I sagte:

    Hmmm… Diese Interpretation des Textes von Herrn Neumann finde ich, ehrlich gesagt, etwas abstruss. Die Grundaussage dieses Textes ist nicht “ich finde Jounalisten doof” sondern, in meinen Augen, eine ganz andere. Herr Neumann prangert die “Hyänen des Journalismus” an. Die Tiere tun mir irgendwie leid, denn sie sind sehr wichtig für die Natur. Allerdings braucht es diesen widerlichen, abstossenden und ekelerregenden “Jounalismus”, wie er aktuell praktiziert wird, überhaubt nicht.
    1. Ich habe auch kurz gestutzt und mich gewundert als der volle Namen des Co-Piloten genannt wurde und habe mich dann damit beruhigt das bei einem “Anders Breivik” auch der volle Name genannt wurde. Allerdings gibt es doch einen sehr gravierenden Unterschied.
    Das Breivik die Tat getan hat ist unzweifelhaft und deshalb ist er zu Recht eine Person der Zeitgeschichte und hat nicht mehr die vollen “Schutzrechte” (ich denke er will das auch gar nicht).
    Bei dem Co-Piloten ist es allerdings etwas anders. Hier gibt es nur die Behauptung der französischen Staatsanwaltschaft. Es gibt nur Vermutungen keine Fakten. Es gibt weder Zeugen noch öffentliche Beweise. Und TROTZDEM werden alle Artikel die von “den” Journalisten kommen als Fakten verkauft.
    2. Journalisten verstehen sich gerne “Wahrheitsbeschaffer” und “Informationsoffenleger”. Die meisten sind das sicherlich auch oder versuchen wahrhaftig sich daran zu orientieren. Leider wird in manchen Fällen schlicht manipuliert, gelogen, verdreht oder nur das gesagt/geschrieben was gerade in dem Moment in den Kram passt. DAS hat mit Journalismus in keinster Weise was zu tun und ist in meinen Augen Demagogie, Progaganda und Zynismus der kaum noch zu überbieten ist. Was hat es mit der “Wahrheitsfindung” zu tun wenn ich trauernde Schüler, Angehörige, Kollegen ins Rampenlicht zerre? Warum ist der Wohnort der Co-Piloten wichtig? Warum muss ich die Eltern (die, wenn die Mutmassungen zutreffen) noch zusätzlich belasten? Und ja, sie wurden gebrandmarkt! Die Eltern des Amokläufers von Winnenden stehen heute auf dem Pranger. Glauben Sie ernsthaft die werden in diesem Leben wieder Ruhe finden (vor der Öffentlichkeit)?
    3. Es ist mittlerweile seeehr schwer geworden eine ausgewogene, halbwegs objektive Berichterstattung zu finden. Warum glauben Sie hat der Ruf der Journalisten so gelitten? Warum ist hier kein Vertrauen mehr da? Warum wird von der “Lügenpresse” gesprochen? Weil “die Presse” so wahrhaftig ist? In meinen Augen gehört ein Großteil der Presse genau dahin wo sie aktuell sind. Ich finde manche Blätter so dermassen abstossend, das ich Ihnen gar nicht sagen kann, wie.

    In vielen Punkten gehe ich auch mit meinen Vorrednern konform.
    Insofern finde ich es fast ein bisschen billig diesen Brief so zu interpretieren wie Sie es getan haben. Hierzu gehört schon fast ein bisschen mutwilligkeit um ihn so verstehen zu können.

    Mit freundlichen Grüßen aus Oberbayern

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  10. Dirk Aschoff sagte:

    Es ist gut, dass die Ermittlungsbehörden kein Geschäftsmodell brauchen. Wir alle zahlen dafür, dass sie tun was sie tun. Nur so kann der Freiraum für die notwendigerweise sehr gründliche Arbeit der Behörden entstehen.

    Die Presse hingegen kann ihrem Auftrag, der sich aus der Verfassung ergibt, nur nachkommen, wenn sie fähig ist, daraus ein Geschäftsmodell zu machen. Herr Neumann bleibt die Antwort auf die implizite Frage schuldig, wie dieses Geschäftsmodell beschaffen sein soll, wenn es nicht um Auflage, Klicks und Aufmerksamkeit gehen darf. Ist das Geschäftsmodell nicht tragfähig, existiert die Publikation nicht länger. Wäre ihm das lieber?

    Antworten
    • Jörn sagte:

      Das stimmt natürlich, wenn man nicht gerade auf Native Advertising steht, können nur Klicks/AIs oder Auflagen als Geschäftsmodell herhalten. Zumal Native Advertising auch kein schöne Sache ist.

      Aber auch hier gibt es Grenzen. Will ich nun wie Kuh (in diesem Fall der Absturz) melken oder will ich sie melken und schlachten? Ich hab überhaupt nichts dagegen, wenn man darüber berichtet, aber nicht bis zum Äußeren. Trauernde Angehörige muss man nicht sehen, mit einem Funken Empathie sollte sich jeder gut vorstellen können, wie es in diesen Menschen nun aussieht.

      Wir verurteilen Menschen, die bei Autounfällen gaffen, Fotos machen und sich am Unglück nicht satt sehen können. Aber wie kann man solche Menschen verurteilen, wenn sie tagtäglich in BILD und Co vorgelebt bekommen, dass das vollkommen ok ist?

      @bitterlemmer: Dumme Unterstützer? Nur, weil man Ihre Absicht nicht teilt, ist man dumm? Hm.

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      • bitterlemmer sagte:

        Nein, eine andere Meinung ist nicht dumm. Dumm ist dagegen eine Frage, die keine ist – wie: “Nur, weil man Ihre Absicht niht teilt, ist man dumm?” Die Frage ist nämlich deshalb keine, weil sie damit behaupten, ich fände andere Meinungen dumm – was ich aber, wie gesagt, nicht tue. Es heißt übrigens Ansicht, nicht Absicht.

        Antworten
        • Jörn sagte:

          Sry, Autokorrektur. Wenn man keine sachlichen Argumente mehr findet: Korrektur lesen geht immer, nicht wahr? (es heißt übrigens “nicht”, nicht “niht”) Womit wir wieder beim Glashaus wären.

          Antworten
        • Nadja Burkhardt sagte:

          Sie schreiben “dumme Kommentare”, Sie schreiben “dumme Unterstützer”……Auf welchem Sockel stehen Sie?
          Sie mögen vielleicht behaupten, Sie fänden andere Meinungen nicht dumm, schlimmer ist, dass Sie andere Menschen als dumm betiteln, ungeachtet dessen, dass auch Sie einfach kein Maßstab sind.
          Sie kennen sehr wahrscheinlich wenige dieser Unterstützer persönlich, Sie bewerten lediglich nach dem, was diese hier hinterlassen. Und was hinterlassen sie hier? Ihre eigene Meinung.
          Über die Meinung kommen Sie zur Bewertung des Menschen als dumm.
          Traurig. Und sehr eingeschränkt.

          Antworten
        • Susanne Fröhlich sagte:

          Obiger Kommentar bezieht sich auf Bitterlemmers vorhergehenden Spruch. Bitterlemmer, Ihre Seite funktioniert nicht: die Kommentare verrutschen. ÜBRIGENDS. Um auf Ihrem Niveau zu schwadronieren

          Antworten
  11. Hartwich, Ingo sagte:

    Lieber Christoph ! ich wünsche mir, dass Du weiter bestrebt bist uns Deine Sicht der Dinge mitzuteilen, weil ich bisher dadurch Blickwinkel erfuhr, welche ich noch nicht kannte. Berücksichtige bitte, dass das die Paparazzileichen maximal Stolpersteine sein können und sich weniger objektiv dem Zeitgeschehen nähern, denn vielmehr ihrer redaktionellen Stechuhren.

    Antworten
  12. Hohlfeld Thomas sagte:

    Ist das nicht wunderbar, jetzt können die Medien wieder das tun, was sie am allerliebsten tun,,,, sich mit sich selber beschäftigen. Dieser Hang zur Egozentrik gepaart mit einem Schuss Selbsgerechtigkeit,ist für den Auflagenschwund genauso verantwortlich wie die digitalen Medien. Wenn mit meine Kudnen in Riesenschriitten davon laufen würden, hätte,Ich Angst. Aber nicht vor einem durchaus reflektierten Debattenbeitrag. Aber so hat halt jeder seine Sorgen

    Antworten
  13. Tommy Ze Farang sagte:

    „Noch sitzt Ihr da oben, Ihr feigen Gestalten. Vom Feinde bezahlt, doch dem Volke zum Spott! Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk, dann gnade Euch Gott!“

    Körner, Theodor 1791-1813

    Bald ists soweit….

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  14. Alex sagte:

    So ein überflüssiger Schwachsinn den Sie hier von sich geben. Man interpretiert halt immer das, was man interpretieren will.

    Wie ein kleiner Junge, der sein Eis nicht bekommt. Wer hier Leute mit dumm betitelt und selbst so einen Beitrag ablässt ist einfach nur armselig. Kein Wunder, dass Sie auf Twitter geblockt wurden. Das kann ich sehr gut nachvollziehen.

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  15. Wim sagte:

    Na, der Hr. Neumann hat doch weit mehr als Recht, dass eine Einlassung solche systemanbiedernden Mainstream Antworten herausfordert, ist klar und mehr als traurig. So sin Sie unsere heutigen Schreiber, das Hemd näher als die Hose.Das kann mann im übrigen auch bei so gut wie allen heutigen, relevanten Themen feststellen 1

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  16. Halbgebauer sagte:

    Guten Tag die Damen und Herren unserer Deutschen Presse.
    Sind Sie eigentlich wirklich der Meinung die Bürger die in Deutschland leben sind dumm? Habe so das Gefühl es wäre so . Ich persönlich finde es eine Frechheit das überhaupt Namen genannt wurden , der Grund? Wer denkt an die Eltern?Was sie fühlen? Wie es ihnen geht? Usw. Es geht doch nur um Geld. Das die Auflagen explodieten also viel verkauft werden . Das menschliche bleibt auf der Strecke. Das ist traurig, den sachlich und mit Gefühl schreibt fast keiner mehr. Es geht nur um Sensation ,denn das wollen angeblich die Bürger Deutschlands bzw. versucht man uns das einzureden. Denn das ein Kommissar sich soweit in so einem Fall hinaus lehnt ist a la boneur. Danke für so viel Ehrlichkeit. Traurig ist einzig allein unsere Presse.

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  17. Gerhard Bärwald sagte:

    Natürlich, alle in diesem Land, die gegen BILD und andere Sensationsmedien sind, die sind auch automatisch dumm,, für eine Diktatur und haben etwas gegen die hungerleidenden Journalisten.
    So einfach ist das…
    Nehmen wir doch nur mal ein Detail. Und mal abgesehen davon, daß man in Deutschland keineswegs gezwungen ist, französisches Verhalten zu kopieren —
    Worin besteht die Notwendigkeit, den Namen der Freundin zu veröffentlichen? (Und ein Bild von ihr kommt sicher auch noch, wenn einer der BILD Anwälte einen kritikfreien Weg gefunden hat)
    Die zwingende Notwendigkeit ist : Reiten auf der Quotenwelle um jeden Preis. Und neue Sensationen schaffen. Zum Beispiel, wenn der Pöbel die Freundin lyncht, weil der Pilot ja leider nicht greifbar ist. Rechtzeitig dran sein und Kamera draufhalten.
    Denn die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf, jawoll!

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  18. Gumbrecht sagte:

    Pressekodex (insgesamt 16 Punkte)

    1. Wahrhaftigkeit und Achtung der Menschenwürde
    Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse. Jede in der Presse tätige Person wahrt auf dieser Grundlage das Ansehen und die Glaubwürdigkeit der Medien.

    2. Sorgfalt
    Recherche ist unverzichtbares Instrument journalistischer Sorgfalt. Zur Veröffentlichung bestimmte Informationen in Wort, Bild und Grafik sind der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und wahrheitsgetreu wiederzugeben. Ihr Sinn darf durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden. Unbestätigte Meldungen, Gerüchte und Vermutungen sind als solche erkennbar zu machen. Symbolfotos müssen als solche kenntlich sein oder erkennbar gemacht werden.

    […]

    8. Persönlichkeitsrechte
    Die Presse achtet das Privatleben des Menschen und seine informationelle Selbstbestimmung. Ist aber sein Verhalten von öffentlichem Interesse, so kann es in der Presse erörtert werden. Bei einer identifizierenden Berichterstattung muss das Informationsinteresse der Öffentlichkeit die schutzwürdigen Interessen von Betroffenen überwiegen; bloße Sensationsinteressen rechtfertigen keine identifizierende Berichterstattung. Soweit eine Anonymisierung geboten ist, muss sie wirksam sein. Die Presse gewährleistet den redaktionellen Datenschutz.

    9. Schutz der Ehre
    Es widerspricht journalistischer Ethik, mit unangemessenen Darstellungen in Wort und Bild Menschen in ihrer Ehre zu verletzen.

    […]

    13. Unschuldsvermutung
    Die Berichterstattung über Ermittlungsverfahren, Strafverfahren und sonstige förmliche Verfahren muss frei von Vorurteilen erfolgen. Der Grundsatz der Unschuldsvermutung gilt auch für die Presse.

    wurden/werden diese Punkte des Pressekodex zu wirklich von der BILD-Zeitung eingehalten???

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    • Jörn sagte:

      So können Sie ihm leider nicht kommen, sein Selbstverständnis konnte man kürzlich auf Twitter bewundern: “Ob wir auch ohne freie Medien schon jetzt so gut über den Germanwings-Absturz informiert wären?”

      Antworten
  19. Hartwich, Ingo sagte:

    Ich kann diese ganzen Geschichten garnicht mehr hören, aber gebe einmal zu denken……..für alle Denksportler auf diesem Planeten……am 10.09.2001 rief ich bei einem Freund der in der Nachrichtenredaktion der ARD beschäftigt ist an, dieser sagte mir das an diesem Tag keine Konversation am Telefon möglich wäre, er wüsste auch nicht was gerade vorgänge, einen Tag später starben 3000 Menschen durch zwei Flugzeuge. An einem Wochentag in New York in zwei Gebäuden, in denen normalerweise 25 000 Menschen beschäftigt sind. (1)
    Germanwingsrecorder 2 wurde erst nach einigen Tagen gefunden, obwohl die Techniker unter uns wissen, dass beide Decorder in einer Box untergebracht sind….tja die Informationskoordination braucht halt auch seine Zeit. Für diejenigen welche mich jetzt in die Schublade der Verschwörungstheoretiker stecken wollen, kein Problem das nehme ich hin.

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    • bitterlemmer sagte:

      Sagte dieser Freund am Telefon, dass er nicht telefonieren könne? Wäre das nicht etwas widersinnig, wenn er am Telefon sagt, er könne “keine Konversation am Telefon” treiben? Wie heißt denn dieser Freund? Ich meine, wir reden über 9/11 und die Lösung des großen Rätsels, da sollte es möglich sein, den Namen dieses Freundes zu nennen, damit man ihn direkt fragen kann. Sogar dann, wenn das böse Folgen hätte – es geht, wie gesagt, um die Lösung von 9/11, was würde da ein einzelnes Redakteursleben zählen?
      Und dann: Was sind bitte “Decorder”? Und tatsächlich – ich bin kein Techniker, habe allerdings einen Pilotenschein. Und meine, irgendwann gelesen zu haben, dass die äußere Box beim Aufprall kaputt ging. Aber vermutlich wäre so etwas zu banal, um es glauben zu können. Nein, ich bin auch sicher, dass die CIA in Zusammenarbeit mit Aliens das Flugzeug vom Himmel geholt hat. Motiv? Äh…, nunja, weil sie’s halt können, einfach so. Ich werd’s sicher demnächst beim Kopp-Verlag lesen.

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  20. Hartwich, Ingo sagte:

    Glaube nicht das Zwecksarkasmus diesen Themen zuträglich ist, jedoch gibt es auch heute noch zu dem Thema Aussagen von direkt familiär betroffenen Personen. selbst ein befreundeter israelischer Journalist winkt bei dem Thema gänzlich ab.
    Aber einmal eine andere Frage, wieviele Airbus sind im Moment mehr am Boden , als am Himmel……?
    Ich gebe Sie Ihnen, es sind mehr am Boden, als im ständigen Flugverkehr!

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