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Eigentlich sind es zwei Unternehmen, die von den Experten in deutschen Wirtschaftsredaktionen gerade genüsslich und dümmlich durchgehechelt werden, Facebook und Apple. Über Facebook hieß es tagelang, die Aktie werde brutal abstürzen, weil Facebook keine Geschäftsmodell für mobile Nutzer habe. Naja, daran stimmt, dass die Aktie seit ihrer Ausgabe wirklich nur gesunken ist, aber in Wahrheit ist das wohl eher ein Zeitpunkt zum Kaufen statt zur dummdeutschen Panik. Liebe Kollegen, glaubt ihr wirklich, Marc Zuckerberg und seine Leute würden nicht darüber nachdenken, wie sie ihr Modell auf Mobilgeräte bringen? Glaubt Ihr wirklich, außer Euch kommt da sonst keiner drauf? Und hat einer von Euch hochbezahlten Festangestellten mal probiert, bei Facebook anzurufen und nachzufragen?  Da wirkt es fast schon komisch, zu lesen, dass Peter Thiel mit dem Verkauf eines Teils seiner Anteile ein Riesenschnäppchen gerissen hat.

Und damit zu Apple. Vor ein paar Wochen las ich noch schadenfrohe Artikel darüber, dass der Gewinn nur um 20 Prozent stieg. Ist die jezige Nachricht, Apple sei das wertvollste Unternehmen aller Zeiten, auch wieder ein Stück über die bevorstehende Pleite? Oder vielleicht eher ein verdruckstes Zurückrudern? Vor ein paar Wochen habe ich mir erlaubt, darauf hinzuweisen, dass die angeblich unbefriedigenden iPhone-Verkäufe damit zu tun haben könnten, dass das iPhone 5 in Wahrheit noch gar nicht draußen ist, sondern das Modell 4 nur ein wenig renoviert wurde. Tja, und jetzt rückt die Einführung des Fünfers näher, und dieselben Kollegen, die Apple schon fast zum Pleitekandidaten kürten, üben sich ein weiteres Mal in faktenarmer Grawachsenhorcherei.

PS. Nur nebenbei: In der künftigen Version des iPhone-Betriebssystems wird Facebook wohl ähnlich tiefgehend integriert sein wie jetzt schon Twitter. Ob die sich was dabei gedacht haben, die Manager von Facebook und Apple?

 

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