Dass die Berliner S-Bahn Pannen produziert, ist bekannt. Die U-Bahn ist mittlerweile nicht viel besser

Eigentlich vergeht inzwischen keine Woche mehr, in der ich nicht wenigstens in ein oder zwei U-Bahn-Störungen rassele. Dass die Züge auch auf  zentralen Linien immer mal wieder nur alle zehn Minuten (oder noch seltener) verkehren, ist eigentlich normal. Dass man dann wie eine schwitzende Sardine in der Menge steht, stört die BVG-Bosse offenbar nicht besonders. Dass gerade erst der Fahrpreis für eine einfache Fahrt von 2,10 Euro auf 2,30 Euro angehoben wurde, ist angesichts der zunehenden Ausfälle schlicht dreist.

Denn die haben wohl hauptsächlich damit zu tun, dass die BVG ihre Fahrzeuge und Anlagen nicht weniger vergammeln lässt als die S-Bahn. Es ist wirklich erstaunlich, welchen Lärm und welches Geruckel Schienenfahrzeuge veranstalten können. Die Schienen, auf denen die U-Bahn-Räder rollen, sehen zwar schön metallisch glänzend aus, der Geräusch- und Wackelpegel erinnert trotzdem eher an Kopfsteinpflaster.

Zurück zur Rosenthaler Straße. Als dann nach einer halben Stunde wieder ein Zug fuhr, landete ich natürlich prompt auf einem Sitz, dessen Polster komplett in sich zusammengefallen war. Und dann, auf dem Bahnhof Kottbusser Tor, fuhr zwar ein Zug ein, dessen Türen sich aber nicht öffnen ließen. Nach kurzer Standzeit fuhr er einfach weiter. Natürlich war die Anzeige ausgefallen, die normalerweise ankündigt, wann der nächste Zug kommen würde. Der, der dann hereinrollte, war – natürlich – völlig überfüllt. Betriebsstörung als Normalität.

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