Juristisch fein abgewogen: Wulff begründet seinen Rücktritt so, dass er seinen Ehrensold bekommen kann


Warum hat Christian Wulff bei seiner Rücktrittserklärung erstmal begonnen, als würde er schon wieder eine Neujahrsansprache halten? Sein angebliches Lieblingsthema der Integration aufgesagt, als würde das an diesem Tag jemanden interessieren? Weil er es exakt darauf angelegt hatte: Es folgte am Ende die Feststellung, er dringe mit seinen Themen nicht mehr durch, weshalb er sein Amt niederlege. Eine politische Begründung also. Und die braucht es, damit er seinen sogenannten Ehrensold in Höhe von 199.000 Euro jährlich bis ans Lebensende einstreichen kann. Es ist jetzt an der Bundesregierung, festzustellen, dass es wirklich politische und keine privaten Gründe waren, die Wulff zur Abdankung bewogen. Er muss sich keine Sorgen machen. Angela Merkel verkündete in derselben raffinierten Formulierungskunst, dass sie Wulff das Geld gönnen will. Dem Unkundigen mag ihr Satz, sie zolle Wulff Respekt, wie die übliche hohle Politikerphrase klingen. Tatsächlich teilte sie mit, auch sie sehe Wulffs Rücktritt politisch motiviert – ergo einträglich. Wetten?

1 Antwort
  1. Springerfan sagte:

    Das ist so gemein! 199.000 EUR hatte ich noch nie auf meinem Sparbuch. Der soll  Privatinsolvenz anmelden (viele teure Anwälte), zum Arbeitsamt gehen und 500 BZ Leser sollen ihn nackt über den Kudamm treiben.
    Verdient hat er es, oder?

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