Keine Presserabatte mehr für Springer-Mitarbeiter

Vorbildlich, ohne jede Ironie: Die Chefredakteure der Springer-Zeitungen haben vereinbart, Presserabatte für die Mitarbeiter des Hauses nicht mehr zu dulden. Die dpa zitiert eine interne Hausmitteilung, die Springer-Sprecher Christian Garrels bestätigt. Darin heißt es: „Wer zu Recht hohe ethische Maßstäbe an andere stellt, sollte auch sein eigenes Verhalten überprüfen und eine klare Haltung hinsichtlich der Annahme persönlicher Vorteile haben“. Damit dürfte die seit Jahrzehnten im Stillen gepflegte Unart, den Presseausweis als Rabattkarte zu missbrauchen, dem Ende entgegengehen. Erst vor ein paar Tagen hatte die Bahn, einer der bisher vermutlich größten Rabatt-Gewährer, das Ende seiner verbilligten Journalisten-Bahncards bekanntgegeben. Vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis andere Verlage nachziehen. Nur die Journalistenverbände schweigen immer noch. Sie geben die Presseausweise aus, die bisher bares Geld wert sind. Gegen Gebühr. Offenbar bangen sie vor allem um das Geschäft, weniger um das Ansehen des Berufsstandes.

1 Antwort
  1. Ksmichel sagte:

    Ich habe auch einen, aber ich würde es nicht übers Herz bringen, ein Museum um sein Eintrittsgeld zu bringen, wenn ich gleichzeitig weiß. wie schlecht es manchen Kultureinrichtungen geht. Ich nutze den Presseausweis, wenn ich mich bei Veranstaltungen akkreditieren muss, ansonsten nicht.

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