Jepp – ich darf jetzt gegen Geld bloggen. Das Finanzamt hat es mir erlaubt. Im Klartext: Das Bundesamt für Steuern teilte mir auf Antrag meines örtlich zuständigen Finanzamtes Rosenheim eine Umsatzsteuer-ID zu. Die benötige ich, weil ich bei dem Payment-Anbiter Laterpay die allfällige Zahlungen abwickeln lassen möchte. Laterpay benötigt für einen Vertrag aber die Umsatzsteuer-ID, weil die die einzige steuerliche Identität ist, die grenzüberschreitend funktioniert. Das wiederum ist nötig, weil vielleicht der eine oder andere aus der Schweiz oder Deutschland einen Artikel lesen und kaufen möchte, was mit einer innerdeutschen Steuernummer nicht möglich wäre.

Dass ich die Umsatzsteuer-ID tatsächlich bekommen würde war mir zunächst nicht klar. Als Kleinverdiener optiere ich für die Kleinunternehmerregel. Die erspart mir das ganze Prozedere mit der Umsatzsteuer-Abrechnung. Mein Finanzamts-Bearbeiter meinte, die gäbe es eigentlich nur für Selbstständige, die tatsächlich Umsatzsteuer zahlen. Er werde aber netterweise dennoch versuchen, beim Bundesamt eine für mich zu bekommen. Inzwischen weiß ich, dass mein Finanzbeamter falsch lag. Auch Kleinunternehmer wie ich dürfen vom Finanzamt nicht von europaweiten Geschäften ausgeschlossen werden. Sprich: Die sind schlicht und einfach verpflichtet, mir so eine Nummer zuzuteilen, wenn ich die will.

Damit hätte ich jetzt übrigens meine vierte (!) Steuernummer, wenn ich meine Kfz-Steuernummer mitrechne. Da wäre des weiteren die normale Steuernummer, die ich auf meine Rechnungen (für inländische) Kunden schreibe und die das Finanzamt immer angesagt haben will, wenn ich da am Telefon eine Frage stelle. Des weiteren habe ich wie übrigens auch meine 21 Monate alte Tochter eine lebenslange persönliche Steuernummer. Die habe ich aber noch nie benötigt (wie meine Tochter). Und jetzt also auch eine Umsatzsteuer-ID.

Nun denn – ich hoffe, dass möglichst viele Menschen diesen Artikel lesen und das Gefühl haben, dass er sein Geld wert war. Ich werde in Zukunft immer wieder einzelne Beiträge gegen Geld zur Verfügung, aber nicht alle. Einige Exemplare zum Kaufen finden sich jetzt schon im Menu “Premium”. Der übliche Preis wird zunächst 29 Cent betragen, mit Ausnahme dieses Artikels, der als Einstieg nur 19 Cent gekostet hat.

Feedback herzlich willkommen!

3 Kommentare
    • bitterlemmer sagte:

      Doch, wird es sicher. Ich werde nicht alles hinter die Bezahlschranke stecken. Aber Beiträge, die viel Zeit und Aufwand kosten möchte ich ungern verschenken. In anderen Berufen arbeiten Menschen auch gegen Geld.

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