In seltener Einigkeit haben die Berliner Stadtparteien den Anschlag aus einer linken Demonstration heraus auf Polizisten veruteilt. Nur die Linke wirkt dabei nicht besonders glaubwürdig. Ihr Parteichef Klaus Lederer konnte sich nur zu einer taktischen Äußerung druchringen. “Das schadet dem Anliegen der Demonstration”, äußerte er gegenüber der BZ seine größte Sorge. Das Video, das es von dem Anschlag gibt, entlarvt außerdem die Propaganda der Autonomen als glatte Lüge.

Es präzisiert außerdem den Tathergang, bei dem fünf Polizisten schwer verletzt wurden. Zu sehen und zu hören sind drei Explosionen. Kurz danach krakeelt der Mann am Megafon zuerst an die Adresse der Polizei: “Wir wollen hier weiter demonstrieren”, und dann, in völliger Verdrehung der Tatsachen: “Wir fordern die Berliner Polizei auf, ihre Angriffe gegen eine angemeldete Demonstration einzustellen.” Der Mob skandiert dazu: “Haut ab, haut ab!”

Völlig hilflos wirken die Versuche von Sympathiesanten, mit weiteren Youtube-Videos irgendeine Form von Polizeigewalt zu belegen. Die zwei nachfolgend eingebetteten Videos sind untertitelt mit “Polizeigewalt am Alex in Berlin”. Tatsächlich sieht und hört man brüllende sogenannte Demonstranten. Im ersten der beiden Videos drohen einige unverhohlen: “Wir kriegen Euch alle”. Eine Verhaftung, zumal eine “willkürliche”, ist auf keinem der Videos zu sehen, auch, wenn die Urheber etwas anderes darüberschreiben. Wer da wen provoziert, dürfte wohl klar sein.

Der Verlauf der Demonstration folgte einem unsäglichen, wenngleich schon oft praktizierten Muster. Staatstragende linke Gruppen verbünden sich auf der Straße mit politisch motivierten Gewalttätern, die aus der Deckung heraus zuschlagen. Neu ist allerdings das Ausmaß der Gewalt. Berlins Justizsenatorin spricht von einem “kriminellen Akt”. Freilich gehört zur Wahrheit auch, dass der Berliner Senat oder das Bezirksamt Kreuzberg-Friedrichshain die bekannten Zentren der Szene seit Jahren schützt und beherbergt.

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