Erst vor wenigen Tagen forderte Milliarden-Spekulant George Soros die Bundeskanzlerin auf, ihren Widerstand gegen Eurobonds aufzugeben – also zuzustimmen, dass die Pleitestaaten der Eurozone zu günstigeren Zinsen neue Schulden machen dürfen und Deutschland dafür selber mehr zahlt, als es als Alleinschuldner müsste. Jetzt wiederholen sich seit einigen Tagen Meldungen, laut denen Soros in großem Umfang Gold verkauft, zuletzt heute. Dafür sind zwei Erklärungen möglich. Entweder setzt er darauf, dass der Höhenflug des Goldes vorbei ist und hat kurz vor dem Höhepunkt verkauft, was clever wäre. Oder er hat sich anderweitig verspekuliert und braucht dringend Bares. Er könnte z.B. darauf gewettet haben, dass die europäischen Regierungen Eurobonds einführen und damit die Bonität der Pleitestaaten schlagartig erhöht wäre. Darauf hätte vermutlich jeder gewettet – freilich eher aus Verzweiflung über den bisherigen Kurs der Euro-Regierungen, der alles möglich erscheinen ließ, was uns schadet. Sollte sich der Spekulant getäuscht haben, wäre das in diesem Fall ein Gewinn für die Allgemeinheit. Er würde uns ein paar weitere Staatsschulden und die dann sicher folgenden Steuererhöhungen oder Inflationspunkte ersparen.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.