Prof. Hans-Ludwig Kröber gilt als einer der renommiertesten psychiatrischen Gutachter Deutschlands. Sein Wort hat Gewicht. Er war im Kachelmann-Prozess tätig, für den Vatikan und im Fall Gustl Mollath. Im Fall Peggy spielte sein Gutachten eine wichtige Rolle, als es darum ging, den geistig zurückgebliebenen Ulvi Kulac wegen Mordes an Peggy zu verurteilen. Ulvi hatte im Polizeiverhör ein Geständnis abgelegt, aber wenig später widerrufen. Kröber sollte bestimmen, was jetzt stimmt – das Geständnis oder der Widerruf, und er entschied sich für das Geständnis. Eine der Feststellungen, die Kröber für sein Gutachten traf, macht jetzt Karriere als Wiederaufnahmegrund. Sie lautet, die Polizisten hätten Ulvi gar nicht manipulieren können, weil sie mangels Tathergangshypothese auf so etwas gar nicht vorbereitet waren. Diese Feststellung ist aber objektiv falsch, denn die Polizei hatte sehr wohl eine Tathergangshypothese. Möglicherweise hat sie das dem Gericht und dem Gutachter verschwiegen. Wir beschreiben diesen Zusammenhang schon in unserem Buch zum Fall Peggy. Inzwischen stellt sich aber noch eine ganz andere Frage: Ist es möglich, dass Kröber sich auch selber angreifbar macht? Dafür gibt es neuerdings Anzeichen, denn unser Buch hat Experten alarmiert, die sich erstmals kritisch mit seinem Ulvi-Gutachten auseinandersetzen.

Einer von ihnen ist der Diplom-Psychologe Rudolf Sponsel. Man mag Sponsel eine gewisse Voreingenommenheit unterstellen, weil er sich schon im Fall Mollath immer wieder kritisch zu Kröber äußerte. Aber Sponsel hat in mühseliger Kleinarbeit einiges offengelegt, was Kröbers Gutachten schlecht aussehen lässt. Seine Ausarbeitung hat er Ulvis Verteidiger Michael Euler zur Verfügung gestellt und zum Zitieren freigegeben. Eine Auswahl aus seinen Kritikpunkten:

  •  Von den vier Gesprächen, die Kröber mit Ulvi führte, hat er drei weder als Ton- noch als Videoaufzeichnung dokumentiert. Das, so Sponsel, sei ein klarer Verstoß gegen die handwerklichen Standards.
  • Wichtige Grundfakten fehlten in Kröbers Gutachten – etwa, wann die Gespräche mit Ulvi Kulac stattfanden, wie lange sie dauerten, ob und wie lange es Pausen gab.
  • Besonders arg: Sponsel wirft Kröber eine Unmenge an Suggestivfragen vor. Er beruft sich dabei auf das letzte Explorationsgespräch Kröbers mit Ulvi, weil es das ist, das als einziges wörtlich und als Tonaufzeichnung dokumentiert ist. Sponsel zählte 226 Fragen, die Kröber seinem Delinquenten stellte. Von denen wertete er 144 als Suggestivfragen. Das ist eine Quote von 64 Prozent.
  • Zudem habe Kröber nicht immer bedacht, dass er bei seinen Fragen an Ulvi keine allzu intellektuellen Worte gebrauchen sollte. Das habe er aber immer wieder getan. Sponsel nennt als Beispiele Begriffe wie “Argument”, “Position”, “Version” und “Rekonstruktion”.
  • Dazu habe Kröber versäumt, jeweils zu überprüfen, ob Ulvi Kulac seine Fragen überhaupt verstanden hat.
  • Über inhaltliche Widersprüche in dem fraglichen Geständnis sei er einfach hinweggegangen. So hatte Ulvi mal davon gesprochen, am Tattag sei es sonnig und warm gewesen, dann wieder von feuchtem Nebelwetter (letzteres entspricht den Tatsachen). Derartiges habe Kröber einfach ignoriert.

Stärker als Sponsels Kritik dürfte Kröber aber treffen, was der Berliner Rechtsprofessor Ulrich Eisenberg über sein Gutachten schrieb. Eisenberg veröffentlichte seine Analyse in einer zweiteiligen Arbeit in der Fachzeitschrift “Juristische Arbeitsblätter”, und zwar in den Heften November und Dezember 2013. Sie ist in den Jura-Bibliotheken der Universitäten zu finden.

Aus Eisenbergs Kritik:

  • Kröber gutachtet, das Geständnis müsse schon deshalb stimmen, weil Ulvi intellektuell gar nicht in der Lage sei, sich eine detailreiche Geschichte über den angeblichen Tathergang auszudenken. Eisenberg kontert: Bei der Vernehmung handele es sich
     

    “um einen Kommunkationsprozess, in welchem zwischen Vernehmungsperson und Aussageperson gleichsam ‘ausgehandelt’ wird, was sich in der Vergangenheit in welcher Weise zugetragen habe”.

    Die Aussage entstehe “durch wechselseitige Vorgaben und Reaktionen”. Es komme auf die erzählerischen Fähigkeiten des Beschuldigten also gar nicht an.

  • Geradezu vernichtend liest sich dieser Satz Eisenbergs:
     

    “Ein sachkundiges Gutachten hätte […] zunächst prüfen […] müssen, nach welcher Methode die Vernehmungen durchgeführt wurden”.

    Darüber findet sich in Kröbers Gutachten tatsächlich nichts. Eisenberg nennt die “Reid-Methode”, die die bayerische Polizei “unstreitig” in den Jahren 2001 und 2002 einführte. Eisenberg:
     

    “Es handelt sich dabei um ein Vorgehen, das […] gemäß einem Neun-Stufen-Interview […] mit provozierenden Fragen  gemäß dem Ziel geschieht, das Bestreiten zu brechen.”

    Hinzuzufügen wäre, dass die Beamten Ulvi Kulac zu Beginn des Verhörs mit der frei erfundenen Behauptung konfrontierten, an seinem Overall seien Blutspuren von Peggy gefunden worden. Außerdem fiel das Geständnis erst, nachdem Ulvis Anwalt gegangen war und  – angeblich rein zufällig – das Mikrofon ausfiel, so dass die Geständnis-Aussage nur als Gedächtnisprotokoll der Vernehmer existiert.

  • Kröbers gutachterliche Ansicht, Ulvi Kulac sei “nicht erhöht suggestibel”, verwirft Eisenberg als “lapidare Aussage”. Kröber begründete seine Ansicht mit Videoaufzeichnungen, auf denen Ulvi später nachstellte, was er an Einzelheiten im Geständnisverhör sagte (oder gesagt haben soll). Das, was Ulvi vor der Videokamera der Polizisten zeigte und sagte, zeuge von tatsächlichem Erleben, meint Kröber. Unfug, erwidert Eisenberg. Es könne ebensogut Resultat des vorangegangenen Verhörs sein.
  • Kröber meint, Ulvis Geständnis sei auch deshalb glaubwürdig, weil er bei den Vernehmungen “hohe zeitliche Konstanz” gezeigt habe. Eisenberg hält dagegen, dass die “Konstanz nichts für die Glaubhaftigkeit” besage, “soweit das Geständnis unter anhaltender, verschiedentlich mehrstündiger Einwirkung der polizeilichen Vernehmungsbediensteten zustande kam”.
  • Und schließlich ertappt Eisenberg Kröber auch noch dabei, wie er die wissenschaftliche Literatur auf zweifelhafte Weise für seine Zwecke einsetzt. Kröber behauptet:
     

    “Alle in der wissenschaftlichen Literatur angegebenen Gründe für ein falsches Geständnis treffen bei dem Beschuldigten nicht zu”.

     
    Dumm für ihn, dass er mit Eisenberg jetzt einen mindestens ebenbürtigen und fachkundigen Leser gefunden hat. Kröber zitiere
     

    “hierzu pauschal Wegener und Gudjonsson, obwohl gerade diese Forscher auf dem Gebiet der Vernehmungs- und Aussagepsychologie die Konstellationen des inhaltlich zutreffenden Widerrufs eines durch Vernehmungsdruck zustande gekommen Geständnisses nachgewiesen haben”.

Dass Kröbers Gutachten erst jetzt kritisch untersucht wird, könnte damit zusammenhängen, dass er als Direktor des Instituts für forensische Psychiatrie in Berlin in seiner Zunft zu den Mächtigen gehört, mit denen man sich nicht ohne weiteres anlegt. Es könnte außerdem damit zusammenhängen, dass er in seinem Gutachten anmerkt, er habe sich mit zweien seiner Kollegen ausgetauscht, nämlich Professorin Renate Volbert und Professor Max Steller, was wohl auf zusätzliche fachliche Autorität weisen soll. Das hätte ich gern hinterfragt, was aber größtenteils misslang. Steller wollte das auf meine Anfrage nicht kommentieren. Auch Frau Volbert beantwortete meine Fragen nicht, schickte mir aber stattdessen einen von ihr verfassten Aufsatz. Der trägt sinnigerweise den Titel “Falsche Geständnisse”, zitiert Studien, bei denen zehn bis 20 Prozent früherer Verhörpersonen sagten, sie hätten schon einmal falsche Geständnisse abgelegt und befasst sich umfassend mit den Motiven für falsche Geständnisse.

Ich habe auch versucht, Kröber selbst zu einer Stellungnahme zu bewegen, und zwar erstmals im April 2012. Da hatte Rechtsanwalt Michael Euler gerade erst mit der Arbeit an seinem – nunmehr erfolgreichen – Wiederaufnahmeantrag begonnen. Ich wollte von Kröber wissen, wie er angesichts der wachsenden Zweifel am Mordurteil gegen Ulvi Kulac zu seinem Gutachten stehe. Er antwortete:

Sehr geehrter Herr Lemmer,
dieser Rechtsanwalt Michael Euler, nicht zu verwechseln mit dem renommierten Rechtsanwalt Wolfgang Euler, hat mich schon vor mehr als einem Jahr “zwecks Wiederaufnahme” mit vermeintlich neuen Erkenntnissen konfrontiert, von denen jedes einzelne im Prozess in Hof lang und breit erörtert und geklärt worden ist.
Die Verschwörungstheoretiker verschweigen übrigens alle, dass Ulvi unstreitig Peggy am Donnerstag vor der Tat am Montag massiv vergewaltigt hatte und vorher bekanntermaßen andere Kinder des Ortes sexuell missbraucht hatte.
Mit freundlichen Grüßen
Prof. Kröber

Diese Antwort ist schon ziemlich arg, und sie bedarf einer Erklärung: Tatsächlich ist es nämlich nicht nur umstritten, sondern höchst unwahrscheinlich, dass Ulvi Peggy missbrauchte. Es passt nicht zu den zeitlichen Abläufen in Peggys Entwicklung. Ihr Zustand hatte sich schon in den Monaten davor immer dramatischer verschlechtert. Hinzu kommt, dass Ulvi die angebliche Vergewaltigung ebenfalls nur nach viel Druck seitens der Polizei gestand – in einem Verhör, das offenbar ähnlich skandalös verlief wie das Mord-Verhör. Dass er diejenigen, die Zweifel am Urteil des Landgerichts Hof äußern, als Verschwörungstheoretiker denunziert, dürfte Kröber inzwischen vielleicht bedauern, denn in diesen Kreis müsste er dann auch das Landgericht Bayreuth einschließen, das jetzt die Wiederaufnahme angeordnet hat. Und die Spitzen gegen Rechtsanwalt Michael Euler… naja…

Weitere Nachfragen hat Kröber nie beantwortet. Stattdessen teilte er mir heute mit, er sei angesichts der Wiederaufnahme ab jetzt Verfahrensbeteiligter und dürfe von daher nichts zu dem Fall sagen.

Es wird das vermutlich einzig Positive sein, dass Prof. Kröber der Wiederaufnahme abgewinnen kann – dass er endlich einen Grund gefunden hat, meine Fragen nicht zu beantworten. Die Monate davor zog er es vor, einfach zu schweigen. Im Wiederaufnahmeverfahren könnte er dagegen gezwungen sein, als Zeuge oder Sachverständiger Fragen zu beantworten. Vor den Bayreuther Richtern in einem öffentlichen Verfahren.

6 Kommentare
  1. Dr. R. sagte:

    Dies ist eine Antwort von Herrn Kröber, die einen Einblick gibt, mit welcher “Qualität” dieser Herr seine Gutachten erstellt und andere Menschen bewertet.

    Wohl – wie bei ihm durchaus beliebt – nach Aktenlage und per Ferndiagnose kommt er zu der Erkenntnis, dass alle, die am Mordurteil gegen Ulvi zweifeln, generell Verschwörungstheoretiker sein müssen. Die zahllosen, mühevoll zusammen getragenen Belege, die nahe legen, ja vielleicht sogar beweisen, dass es sich um ein Unrechtsurteil gegen Ulvi gehandelt hat, nimmt er schlichtweg nicht zur Kenntnis. Passt ja nicht in seine Bewertung.

    Dafür ist er schnell bei der Hand mit seiner Feststellung, dass “…Ulvi unstreitig Peggy am Donnerstag vor der Tat am Montag massiv vergewaltigt hatte…”. Oha, eine schwerwiegende Behauptung. Aber ohne jeden Beleg! Einfach der Welt als Fakt mitten ins Gesicht geschleudert. Garniert mit den Attributen “unstreitig” und “massiv” – wohl überlegt, damit jeglichen Widerspruch im Keim erstickt wird.

    Für mich zeugt Kröbers Habitus von unerträglicher Arroganz (nebenbei sei der unnötige Seitenhieb auf RA Euler erwähnt), die mit gut dosierter Aggressivität einen Schutzwall um die eigene Unfähigkeit aufbauen will.

    Gut, dass es zunehmend renommierte Experten gibt, die aussprechen, was von Kröbers Arbeitsweise zu halten ist. Hut ab vor Prof. Eisenberg und Herrn Sponsel.

    Antworten
  2. julujulo sagte:

    Seit ca. 6 Monate verfolge ich nun die Sachen Mollath und Kulac und staune immer mehr.
    Prof. Hans-Ludwig Kröber gilt als einer der renommiertesten psychiatrischen Gutachter Deutschlands.
    Wie sieht es dann aus mit seinen minder renommierten deutschen Kollegen?
    Seine niederträchtige Bemerkung an die Adreasse von RA Michael Euler zeugt von charakterloser Arroganz!

    Antworten
  3. gabrielewolff sagte:

    Sehr geehrter Herr Lemmer,

    mir ist unbekannt, wie Prof. Kröber zu der Auffassung gelangt, es sei “unstreitig” zu einer massiven Vergewaltigung gekommen. Ich habe mich mit Dr. Sponsel in Verbindung gesetzt, der sich das jetzt im Wege der Wiederaufnahme wegen der Mordverurteilung kassierte Urteil des LG Hof noch einmal angesehen hat.

    Das Landgericht hat nach seinen Informationen lediglich gewaltfreie Taten des sexuellen Mißbrauchs von Kindern, darunter sexuelle Handlungen vor Kindern, und in einem Fall den Versuch eines besonders schweren Falls (Eindringen in den Körper) als erwiesen angesehen.

    Ich kenne jetzt auch den Aufsatz von Prof. Eisenberg: Geständnis und Widerruf, dargestellt anhand eines Einzelfalls, in: Juristische Arbeitsblätter 11/2013, S.860 – 865, in dem er den Gutachter X= Kröber unter der Überschrift: “B. ZUR (FEHL-)BERATUNG DURCH DEN SACHVERSTÄNDIGEN X” mustergültig “zerlegt”. Bereits in der ersten Fußnote dieses Abschnitts, FN 20 heißt es zu dessen Gutachten vom 17.10.2002: “Es findet sich darin, obgleich das Verfahrensstadium dies nicht zuließ, bereits die Formulierung “seiner Taten” (S. 114).”
    Evt. war es diese Voreingenommenheit, die seine Erinnerung kontaminierte.

    Da der Aufsatz von Eisenberg in 11/2013 abgeschlossen zu sein scheint – was ist Gegenstand seines weiteren Aufsatzes in 12/2013? Eisenberg soll sich auch mit Kröbers Gutachten im Fall Mollath und einem weiteren von ihm in einer Regensburger Sicherungsverwahrung beschäftigt haben. Trifft das für den zweiten Aufsatz zu?
    MfG

    Gabriele Wolff

    Antworten
  4. gabrielewolff sagte:

    Ehrlich gesagt ist es mir unerfindlich, warum Sie diesen Blog eigentlich führen, wenn Sie auf Kommentare nicht eingehen,

    Mittlerweile habe ich das Urteil, das Ihnen wohl auch vorliegen dürfte, gelesen.

    Danach gibt es als einzigen Beweis für einen gewaltlosen nicht qualifizierten § 176 SrGB zum Nachteil von Peggy lediglich ein fragwürdiges entsprechendes Geständnis des schwachsinnigen Kulac, dessen relevanten Schwachsinn Kröber ja noch verneint hatte. Auch hatte er eine Suggestibilität wie auch eine ausreichende Phantasietätigkeit des Probanden verneint. Und obwohl beides – die erhöhte Suggestibilität wie auch die erhöhte Phantaasietätigkeit – spätestens in der Hauptverhandlung bekannt wurde, hielt er an seinem unqualifizierten Gutachten fest.

    Kröber hat Null Qualifikationen, was aussagepsychogische Fähigkeiten angeht. Mit keinem Wort hat er problematisiert, wie sich Vernehmungsdruck auf einen intelligenzgeminderten Vernommenen auswirkt.

    Er hat auf eine Weise polizeiunkritisch gewirkt, daß er nicht mehr als neutral wahrgenommen werden kann.

    Antworten
  5. bitterlemmer sagte:

    Liebe Frau Wolff, um es mal angemessen zu beantworten: Es mag schon sein, dass Ihnen danach ist, mir eine Zensur für Ihrer Ansicht nach zu langsames Beantworten Ihres Kommentars verteilen. Ich halte das aber dennoch so, wie es mir passt und bin Ihnen da auch keine Rechenschaft schuldig. Um Ihre Frage zu beantworten: Eisenbergs Arbeit ist in zwei Teilen veröffentlicht, und zwar in den JA-Heften 11 und 12 aus 2013 (so, wie ich es in meinem Blog schon geschrieben hatte). Ansonsten verhält es sich in der Sache so, wie Sie es beschreiben. Allerdings vermeide ich persönlich eher pauschale Wertungen wie “Kröber hat Null Qualifikation”, weil sie schlicht falsch sind und im Ton unangemessen. Außerdem mildern sie ab, was hier zu kritisieren wäre. Denn tatsächlich ist Kröber gewiss qualifiziert, verfasst aber dennoch Gutachten, die derart angreifbar sind, weiß also demnach, was er tut.
    Viele Grüße – Christoph Lemmer

    Antworten
  6. Ich sagte:

    Meine Prognose: Der Gutachter wird alleine wegen der Äußerungen “Verschwörungstheoretiker” und der Behauptung, dass Ulvi massiv vergewaltigt habe, bereits wegen Befangenheit abgelehnt. Auf Facebook wird gerade diskutiert, ob die Äußerung des Gutachters nicht sogar eine strafbare üble Nachrede darstellt, da wegen des rechtskräftigen Freispruchs (wegen fehlender Schuldfähigkeit) nicht behauptet werden darf, UK hätte Kinder missbraucht. Wegen des rechtskräftigen Freispruchs ist gemäß § 190 S. 2 StGB nämlich vielmehr unwiderleglich das Gegenteil anzunehmen. Ein Gutachter, der nicht davor zurückschreckt, sich in derart bedenklicher Weise in Bezug auf den Begutachteten zu äußern, kann kaum deutlicher seine Befangenheit bzw. Parteilichkeit nach außen hin zum Ausdruck bringen. Auch das Gericht dürfte einen Befangenheitsantrag wohl dankend annehmen, da damit auch das Problem beseitigt wäre, ob Einfluss auf den Gutachter genommen worden ist. Dieses Problem wäre beseitigt, da die Ausführungen des Gutachters unerheblich geworden wären. Und zu Lasten von UK würde damit nicht mehr viel übrig bleiben.

    Antworten

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.