Wirbt mit ihrem Sexleben um Wählerstimmen: Linken-Politikerin Franziska Brychcy

Ist es wichtig, zu wissen, worauf Politiker sexuell stehen? Nachdem die diversen Outings schwuler Politiker schon lange niemanden mehr vom Hocker reißen, u.a. deshalb, weil es den meisten Wählern schlicht egal ist, tritt die Wahlkreiskandidatin der Linkspartei im Berliner Bezirk Steglitz-Wilmersdorf, Franziska Brychcy, mit dem Bekenntnis auf, sie lebe in einer „polyamoren Beziehung“ mit zwei Männern. Wie man sich ihr Sexualleben und das ihrer Männer im Detail vorzustellen hat, behält sie zwar für sich, aber einen gewissen Drang zur Selbstentblößung kann man ihr wohl zusprechen. Das, was den meisten Menschen privat ist, gehört für sie zur politischen Botschaft. Um es nach Art der 68er auszudrücken: Frau Brychcys Sexleben ist politisch, weil sie selber es politisch macht.

Auch das Sexualleben ihrer Kinder ist politisch, was dann nicht mehr so lustig ist. In einer E-Mail an die Betreiber der Seite abgeordnetenwatch.de schreibt sie dazu:

„Die systematische Unterdrückung kindlicher Nacktheit und Sexualität und völlig unnötige Anerziehung von Schamgefühlen ist eine extreme Menschenrechtsverletzung, die den Kindern in unserer Gesellschaft von klein auf angetan wird.“

In diesem Satz stecken zwei entscheidende Aussagen.

Zum einen der Vorwurf der von „der Gesellschaft“ systematisch verübten Menschenrechtsverletzung. Eine solche Menschenrechtsverletzung, so es denn eine wäre, könnte folglich auch nur gesellschaftlich, also politisch, geheilt werden. Daraus lässt sich nur ein Schluss ableiten: Frau Brychcy will den Familien ihre Autonomie nehmen und durch gesellschaftliche Aufsicht ersetzen. Dazu passt, wenn sie schreibt: „Biologische Elternschaft ist … kein Gradmesser für gute und liebevolle Elternschaft.“

So wirbt die Linkspartei im Berliner Abgeordnetenhauswahlkampf

Zum anderen die Behauptung, kindliche Sexualität werde unterdrückt. Die darf spätestens seit den Skandalen in der Odenwaldschule, in kirchlichen Einrichtungen oder Erziehungslagern der DDR als widerlegt gelten. Frau Brychcy bewegt sich auf der Linie von Pädophilen, wenn sie meint, Kinder würden sexuell unterdrückt, …

„…und zwar durch die eigenen Eltern, die ihnen von Anfang an Nacktheit verbieten, oder selbst ihr Geschlecht zu berühren oder in einen oder mehrere Menschen verliebt zu sein oder im Jugendalter ihre Sexualpartner frei auszuwählen und ihre Sexualität frei auszuleben.“

Neu ist bei Frau Brychcy, dass sie Sexual-Politik nicht nur abstrakt und in der dritten Person betreibt, sondern ihr persönliches Intimleben und das Leben ihrer Kinder in die politische Schlacht wirft. Mag man diesen Umstand, soweit er sie betrifft und nicht die Kinder, unterhaltsam finden, aber tatsächlich dürfte sie das alles schrecklich ernst meinen. Die Forderung, jegliche Unterschiede an Herkunft, Lebensstil oder Geschlecht einzuebnen ist derzeit ein Megathema der Linken auf vielen Politikfeldern, etwa der Einwanderungspolitik.

Dahinter steckt die Absicht, den Rest der bürgerlichen Strukturen zu zerlegen, Unterschiede einzuebnen und jeden Lebensbereich zu verstaatlichen. „Privat ist Katastrophe“, parolt die Linkspartei im Berliner Abgeordnetenhaus-Wahlkampf. Das ist ernst gemeint, in jeder Hinsicht.

2 Kommentare
  1. Gernot Krause sagte:

    Die Dame hat bestimmt ein recht anstrengendes Leben. Polyamorie bedeutet viel Abstimmungsbedarf, damit niemand zu kurz kommt, oder sich zu kurz fühlt. Erinnert ein wenig an die letzten Episoden der freien Liebe, auch was die Zuordnung der Erwachsenen-Sexualität auf die Kinder betrifft.

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