Ich habe das Buch von Thilo Sarrazin endlich ergattern können. Erstes Anschmökern macht klar, warum unsere Politiker freidrehen und den Mann mundtot machen wollen. Im Prinzip handelt es sich um Erkenntnisse auf Kindergartenniveau, die aber gerade darum für manche schier unerträglich sind. Kostproben:

„Über die Folgen des Geburtenrückgangs durfte man Jahrzehnte überhaupt nichts sagen, wenn man nicht unter völkischen Ideologieverdacht geraten wollte. Das hat sich inzwischen geändert, da die Generation der Achtundsechziger Angst um ihre Rente bekommen hat.“

„Wer nicht lernt, bleibt unwissend.“

„Wer zuviel isst, wird dick.“

„Die Tendenz des politisch korrekten Diskurses geht dahin, die Menschen von der Verantwortung für ihr Verhalten weitgehend zu entlasten.“

Was die politisch Verantwortlichen laut Sarrazin zu folgender Verdrehung der Wahrheit veranlasst:

„Kann ein Schüler dem Unterricht nicht folgen, so liegt das an der Bildungsferne des Elternhauses.“

„Leiden Kinder aus einfachen Verhältnissen auffallend häufig an Übergewicht […], so liegt das […] an der sozialen Notlage der Familie.“

Bringen wir es mal auf den Punkt: Nicht seine verunglückten Interviewsätze sind es, die die politische Klasse wirklich in Rage versetzen (die dienen nur als Alibi), sondern Wahrheiten wie die zitierten bringen u.a. diese Leute auf die Palme:

Angela Merkel, Christian Wulff, Guido Westerwelle, Ursula von der Leyen, Wolfgang Schäuble, Sigmar Gabriel, Klaus Wowereit, Michel Friedmann, Reinhold Beckmann, Frank Schirrmacher.

Die zitierten Sätze stammen allesamt nur aus den ersten neun (!) Seiten des Buches. Was mag da noch alles kommen? Und wie immun wird das deutsche Volk künftig gegen die wirre Politik-Sprache der Genannten und ihrer Mitstreiter sein? Mein Exemplar entstammt der dritten Auflage (sieben Tage nach dem Ersterscheinen!), die inzwischen auch schon wieder ausverkauft ist. Die Reichweite des Sarrazin-Buches kann mit der Reichweite von ARD, ZDF und den politisch korrekten Zeitungen inzwischen mithalten. Ihre Macht reicht nicht mehr, den nackten Kaiser für angezogen zu erklären.

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