Gestern mal wieder auf der Autobahn in Bayern gewesen. Wetterbericht bei Bayern 3 (Staatsradio). Zuerst ein endlos labernder sogenannter Experte, der darüber sinniert, wie lange der Wind noch so kräftig geht. Dann der Nichtexperte (Moderator) mit der Vorausschau für die nächsten Tage. Montag schön, Dienstag schöner, und Mittwoch… lange Kunstpause bis zur gar herrlichen Pointe: “Mittwoch Miss-Wett-T-Shirt-Wetter”, jubiliert der Mann. Und ist völlig begeistert, die Worte “schwül”, “heiß” und “feucht” ein paarmal saftig aussprechen zu dürfen.

Umgeschaltet auf B5, der Kanal für die gebildete Fraktion. Nachrichten. Neuer Lebensmittelskandal, sagt der Sprecher. Ach ja?, denke ich. Der NDR, sagt der Sprecher auf typisch schläfrige B5-Weise, habe eine neue Bedrohung entdeckt. Und zwar hätten die Kollegen aus dem Norden recherchiert (er sagte wirklich: recherchiert), dass in Supermärkten Schimmel an Obst gefunden worden sei. Sodann zitiert der Sprecher eine Expertin mit der Feststellung, so etwas könne gefährlich sein.

Sagen wir’s mal geradeheraus: Man sollte auch als Staatsfunker kurz nachdenken, bevor man Klappe und Mikrofon aufreißt.

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