“Kapitalverbrechen” nennen Brandeins-Chefredakteurin Gabriele Fischer und ihr großartiger Cheftexter Wolf Lotter, was unser Staat so gern und ausgiebig treibt: Subventionieren. An jeder Stelle weiß Vater Staat angeblich besser, was gut ist für seine Bürger und die Unternehmen im Land. 163 Milliarden Euro raubt der Staat den Bürgern jedes Jahr, um sie, reduziert um erhebliche Bürokratiekosten, zum Wählerkauf auszugeben.

Oder wie sonst soll man erklären, dass Agrarsubventionen an einen Eishockeyclub, ein Akkordeon-Orchester oder an Rüstungskonzerne gezahlt werden? Und ist es wirklich ein Zufall, dass das meiste Geld bei gut organisierten Lobbys landet?

Oder aktuell, beim Thema Energie: Warum hinterfragt eigentlich niemand den Sinn von Aussagen, die lauten, der Staat müsse jetzt unbeding Energie teurer machen, weil sie so knapp sei, wie es die grün-grün-grün-grüne Allparteienkoalition seit Fukushima einhellig verkündet?

Wie knapp Energie wirklich ist, lässt sich sehr einfach bestimmen: Am Preis. Dass knappes Angebot bei hoher Nachfrage die Preise steigen lässt, haben die Ökokraten nicht erfunden, auch, wenn sie das jetzt so darstellen. Vater Staat muss hier einfach gar nichts tun. Wenn Energie wirklich so knapp sein sollte wie behauptet, wird eine Wende ganz von allein einsetzen, und zwar eine viel radikalere, als die phantasielose Politik sich vorstellen kann.

Es gäbe eine Rückkehr zur Bedürfnis-Ökonomie, in der die Nachfrage das Angebot bestimmt. Das wäre fundamental anders als heute. Jeder würde es spüren. Niemand würde es mögen, schon gar nicht die grüne Partei, die bekanntlich eine Partei der Besserverdiener und damit der postindustriellen Lust-Ökonomie ist, in der nicht die Nachfrage ist entscheidend ist, sondern das Angebot. Ein feines Beispiel dafür ist die Firma Apple, die dauernd Dinge auf den Markt bringt, die gerade eben noch niemand kannte, daher auch nicht brauchte, die dann aber plötzlich trotzdem jeder kauft und nicht mehr missen möchte. So etwas wäre vorbei, wenn die Energie wirklich so knapp sein sollte, wie die Politiker behaupten. Der Staat sollte sich davor hüten, diese Entwicklung mit seiner Politik des Kapitalverbrechens zu beschleunigen. Er könnte davon überrollt werden.

Statt mit 163 Milliarden Euro die Wirtschaft fehlzusteuern, sollte der Staat das Geld an seine Bürger auszahlen. Ein Betrag von gut 2000 Euro für jeden, Babys und Greise eingerechnet, cash auf die Hand zur freien Verfügung. Das wäre ein Konjunkturprogramm, ein schneller heftiger Konsumrausch und am Ende die Allokation eben dieser 163 Milliarden da, wo sie wirklich sinnvoll eingesetzt werden könnten. Nämlich als Investition in Dinge, die den nächsten Weltuntergang überdauern.

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